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Das Diözesanmuseum

Das DiözesanmuseumIn der Via Prione versteckt die Fassade aus dem 19. Jahrhundert im spätneuklassizistischen Stil das entweihte Oratorium des Hl. Bernhardin, das schon vom Ende des 15. Jh. an in Dokumenten erwähnt wird. Neben dem gleichnamigen Eingangstor zur befestigten Stadt für die aus Richtung Genua Kommenden gelegen, ist das Oratorium in einem Teil der spätmittelalterlichen Mauern eingegliedert, die vom Kastell herunterführten, um die Stadt in Richtung der heutigen Piazza Beverini abzuschließen. Nachdem es lange Zeit Sitz der öffentlichen Fürsorge war, ist das Gebäude für Ausstellungszwecke nutzbar gemacht worden, im Zuge des Programms zur Publikumsöffnung der Diözesan-Museen von La Spezia, Sarzana und Brugnato. Die Notwendigkeit einer Ausstellungsstätte für alle drei Museen ist mit der komplexen Geschichte der Diözese verbunden, die in Luni entstand und 1204 nach Sarzana verlegt wurde. Mit der Errichtung der Diözese von Brugnato im Jahr 1133 durch Hand eben entstandenen Erzbistums von Genua wurde sie eines Teils ihres Territoriums beraubt, nicht zu reden von der Verlegung des Bischofssitzes nach La Spezia im Jahre 1929.
Die Dauerausstellung von Kunstgegenständen aus dem Leben der Diözese begleitet notwendigerweise die vorübergehende und thematische Ausstellung von liturgischen und kirchlichen Objekten im allgemeinen mit dem Ziel, ein vollständiges Bild der religiösen Entwicklung wiederzugeben, ohne den Pfarreien und Einrichtungen die ihnen gehörigen Schätze auf Dauer zu entziehen. In den beiden Stockwerken, auf denen sich die Ausstellung gliedert, ist besonders auf das große Ölgemälde mit der Dreifachen Krönung des Heiligen Nikolaus von Tolentino hinzuweisen, das für die nicht mehr vorhandene Augustinerkirche auf dem gleichnamigen Campo degli Agostiniani bestimmt war. Es handelt sich hierbei um ein Werk des Künstlers Antonio da Carpena aus La Spezia, datiert 1539. Nicht zu vergessen auch die gotischen Skulpturen wie die Jungfrau mit dem Kinde, aus der Landkirche des Hl. Stefan von Marinasco und des Hl. Andreas von Fabiano, sowie gehauene und gravierte Schieferarbeiten aus dem 15. Jahrhundert und zahlreiche liturgische Gegenstände.

Das Diözesanmuseum
Via Prione, 156
Tel 0039 0187 258 570
Öffnungszeiten: von Freitag bis Sonnertag 10.00 - 12.30 Uhr / 16.00 - 19.00 Uhr
Geschlossen von Montag bis Donnerstag