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Das Schifffahrtsmuseum

sala interna del Museo NavaleDas Schiffsmuseum der Marine, das 1958 seinen heutigen Sitz erhalten hat – von 1923 an war es im Innern der Marinebasis in der Nähe der Officina Congegnatori untergebracht – hat eine hundertjährige Geschichte, die mit den im Laufe des 18 Jh. in Villafranca gesammelten und katalogisierten Stücken begonnen hat. Nachdem es 1870 von Genua nach La Spezia verlegt worden ist, liefert es bis heute unverzichtbares Anschauungsmaterial für die Geschichte der Marine und für das Studium der technischen Entwicklung, die ans Meer und an die Seefahrt gebunden ist. Das Museum zeigt nämlich eine sehr interessante und reiche Materialauswahl, die trotz ihres Ausmaßes und ihrer Verschiedenartigkeit nach typologischen und auch chronologischer Kriterien geordnet ist, angefangen bei den kleinen Modellen antiker Schiffe. Eine Abteilung ist den maritimen Überfallkommandos gewidmet, bei denen die MAS-Gruppe ins Auge fällt, die schon von Luigi Rizzo bei der Aktion Premuda benutzt wurde. Bedeutende Überreste des U-Boot-Rumpfes „Scirè“, das für den Transport von so genannten „Schweinen“ (technisch handelt es sich dabei um „langsame Torpedos“) ausgestattet war und im Hafen von Haifa, wo es bei einem Durchbruchsversuch versenkt wurde, geborgen wurde, bilden ein Denkmal zur Erinnerung an diese Heldentaten.
Von hohem Interesse und von besonderem Wert ist die Abteilung mit den Galionsfiguren. Sehenswert speziell diejenigen, die von der Korvette San Giovanni und vom Kgl. Transportschiff Cambria aus dem Jahre 1846 stammen und auch die Galionsfigur, die sich schon auf der Kgl. Fregatte Italia, ehemals Farnese der Kgl. Marine von Neapel befand. Die bekannteste Galionsfigur ist wohl Atalanta, die vom Kanonenboot La Veloce aus dem Atlantischen Ozean geborgen wurde, was sicher der ihr eigenen Faszination zuzuschreiben ist.
Bei den Waffen ist ein Maschinengewehr zu nennen, das 1901 von italienischen Matrosen beim gelungenen Spedition zur Befreiung der in Peking belagerten europäischen Gesandtschaften während des chinesischen Boxeraufstands beschlagnahmt wurde. Unter den zahlreichen Erinnerungsstücken fallen insbesondere diejenigen auf, die von der Stella Polare stammen, und auch die Überreste des behelfsmäßigen Radioapparats des Funkers Biagi, der bei der Spedition von Umberto Nobile benutzt wurde. Andere Stücke erinnern lebhaft an die von Guglielmo Marconi durchgeführten Experimente, der 1897 im Golf von La Spezia den Funkkontakt mit dem Schlepper Nr. 8 und mit dem Schiff San Martino aufnahm.
Es gibt noch viele andere Fund- und Erinnerungsstücke im Museum, die wichtige Zeugen der Geschichte der Marine sind. Der derzeit laufende Ausbau und die Neueinrichtung werden ein noch umfassenderes Bild des hier aufbewahrten Reichtums ermöglichen.

Das Shiffsmuseum
Viale Amendola, 1
Tel 0039 0187 784 693
Web Museo Tecnico Navale
Öffnungszeiten: von Montag bis Samstag 8.00 - 18.45 Uhr
Sonnertag 8.00 - 13.00 Uhr